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Mein Gesundheitsforum » Aktivitäten » Kur - wie mach ich das? » Threadansicht

Autor Thread - Seiten: -1- [ 2 ]
000
01.01.2011, 15:42 Uhr
Izzy



Hallo liebe Forumsbesucher,

meine Freunde und Familie haben mir in letzter Zeit immer wieder empfohlen, dass ich endlich mal eine Kur machen soll. Aber ich habe keine Ahnung wie das geht. Einige sagten, ich solle mit meinem Arzt sprechen - aber so einen festen Arzt, der meine ganze Geshichte kennt, habe ich gar nicht. Jetzt sagte meine Tochter, dass man eine Kur auch privat machen kann. Sie konnte mir aber nicht sagen, was das kostet und wie man dann überhaupt die Kur beantragt.

Ich hoffe einige von euch haben da bereits Erfahrungen und können mir erklären, wie ich zu einer Kur kommen könnte.
Vielen Dank jedenfalls schon im Voraus für alle Antworten!

Izzy
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001
02.01.2011, 11:44 Uhr
stefan



Wenn du eine sogenannte ambulante Kur machst, musst du dich um die Unterbringung am Kurort selbst kümmern - natürlich in Absprache mit dem behandelnden Arzt. Die Krankenkasse zahlt dann einen Zuschuss und übernimmt die Behandlungskosten.
Bei einer stationären Kur zahlt die Krankenkasse den Hauptteil aller Kosten - aber nur für den Fall, dass die ambulante Kur nicht ausreicht.
Einen Arzt, der deine Problematik kennt und beschreiben kann, benötigst du auf jeden Fall. Bei einer Vorsorge-Kur muss er/sie die Dringlichkeit bescheinigen. Für eine Rehakur benötigst du sogar einen Arzt mit Zusatzqualifikation, der die Notwendigkeit der Kur belegen kann.
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002
08.01.2011, 12:33 Uhr
Wolke



Was bedeutet denn eigentlich Vorsorgekur oder Reha-Kur? Was ist der Unterschied zwischen den beiden?
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003
13.01.2011, 15:37 Uhr
Kent



Eine Vorsorge-Kur wird vom HA bzw. behandelnden Arzt empfohlen, um eine nachhaltige Gesundheitsbildung zu erreichen Sie dient der gesundheitlichen Neuorientierung und damit der Prophylaxe. Vorausgesetzt ist allerdings, dass die Gesundheit bereits geschwächt ist. Außerdem muss die Dringlichkeit durch den HA bzw. behandelnden Arzt bescheinigt werden.

Für eine Reha-Kur muss ein klares Ziel formuliert werden. Sie dient der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit. Das setzt natürlich eine längere Arbeitsunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen voraus. Der beantragende Arzt muss eine Zusatzqualifikation haben.

Insgesamt hat eine Reha-Kur höhere Erfolgsaussichten.
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004
17.01.2011, 02:33 Uhr
Billa



Hort sich so ja ganz vernünftig an, aber ich kenn echt niemand, dem es gelungen ist, eine Kur zu bekommen. Irgendwas fehlt immer & die Kasse rät zur ambulanten Therapie ...
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005
18.01.2011, 01:57 Uhr
Irina



Diese Erfahrung hab ich auch gemacht. Dabei kenne ich Leute die wrklich dringend eine Kur benötigen.Bei einer guten freundin war der HA ganz hinter ihr gestanden, aber trotzdem hat sie die Kur nicht bekommen.
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006
29.01.2011, 03:44 Uhr
Judith



Ich habe auch erlebt, dass es sehr schwierig ist eine stationäre Kur genehmigt zu bekommen. Bei mir - wie auch vielen anderen, mit denen ich gesprochen habe - wurde die die Kur zunächst angeleht und erst nach meinem Widerspruch bewilligt. Darauf muss man sich gefasst machen.
Was man auf jeden Fall benötigt, ist ein Atzt, der die Vorgeschichte kennt und den ganzen Prozess begleitet.
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007
12.02.2011, 14:27 Uhr
Odo



Diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Auf Nachfrage wurde mir außerdem bestätigt, dass die Ablehnungsquoten beim ersten Antrag immens hoch sind. Ein gut begründeter Widerspruch ist da immer die richtige Reaktion, denn häufig wird erst dann der Antrag richtig ernst genommen. Mein HA war mir da eine sehr große Hilfe, auch weil er mit dem Widerspruch gerechnet hatte und ganz gelassen blieb.
Empfehlen kann ich eine Kur allemal. Sie hilft dabei die Lebensgewohnheiten ohne zusätzlichen Stress umzustellen und stärkt einen langfristig für den Alltag.
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008
12.03.2011, 17:26 Uhr
Zara



Hallo liebe Forumsmitglieder,
das liest sich alles sehr interessant. Ich habe aber noch eine Frage oder wohl eher eine Bitte:
Worauf sollte ich bei einem Widerspruch achten? Gibt es etwas, was ich beachten muss? Habt ihr vielleicht Tipps?
Ich danke euch für alle Hinweise!
LG
Zara
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009
13.03.2011, 14:20 Uhr
Judith



Hallo Zara!
Da aufgrund der Kosten eine ambulante Kur einer stationären immer vorgezogen wird, muss man bei einem Widerspruch nachweisen, dass alle Optionen in Wohnortnähe ausgeschöpft sind. Da gibt es keinen Unterschied ob der Geldgeber die Krankenkasse oder die Rentenversicherung ist. Man sollte dokumentieren, welche Therapien im letzten halben Jahr durchgeführt wurden und alle Unterlagen von den verschiedenen Fachärzten, die man aufgescht hat, zusammenstellen. Das Beste ist natürlich, wenn man einen HA hat, der den ganzen Ablauf kennt und dokumentieren kann.
Ich hoffe ich konnte dir helfen!
Judith
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010
21.03.2011, 22:33 Uhr
Usher



Da die Kuranträge vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen ohne tieferes Nachforschen geprüft werden, erfolgt eine Ablehnung immer, wenn die Dokumentation der vorliegenden Erkrankung lückenhaft ist. Daher hat ein gut begründerter Widerspruch, in dem die Therapien genau aufgeführt sind, sehr gute Chancen. Der Wderspruch kann zunächst fristgerecht eingereicht werden und die Begründung folgen. Es sollten alle Behandlungen und Verordnungen aufgeführt werden. Es muss deutlich hervorgehen, dass jede Therapie vor Ort ausgeschöpft wurde. Der Widerspruch geht immer an die Krankenkasse, auch wenn der Antrag bei der Rentenversicherung gestellt wurde.
Beratung und Unterstützung kann man bei dem Deutschen Heilbäderverband erhalten: www.deutscher-heilbaederverband.de
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011
07.04.2011, 11:59 Uhr
Franka44



“Jede Therapie muss vor Ort ausgeschöpft worden sein“ ist meiner Meinung nach „die Zauberformel“ für Kur-Beantragungen, und ich sehe es genauso wie Usher. Je genauer das Warum und Wie und Wo schon in dem Antrag begründet ist, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass die Kur genehmigt wird.
Zumindest gilt das für Mutter- bzw. Vater-Kind-Kuren…Ablehnungen sind usus und deswegen rate ich, von vorne herein zu einer Beratungsstelle eigener Wahl zu gehen. Ein Tipp: Im Vorwege drei in die engere Wahl nehmen und ein Telefongespräch mit der AP der jeweiligen Stelle führen – es ist wesentlich, einen „guten Draht“ zu der AP zu haben, denn es werden vertrauliche Informationen an sie weitergeben. Fazit: Lässt man sich auf eine Mittlerperson ein, dann steigt die Chance, o.g. Kur zu erhalten, dafür muss man jedoch einer dritten Person Persönliches mitteilen!
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012
02.03.2012, 00:54 Uhr
kerala



Ich überlege, eine Mutter-Kind-Kur zu beantragen. Meine Kinderarzt sagt, wir würden das bestimmt durchkriegen, aber ich weiß gar nicht, wie das dann im Kurheim läuft. Hat da jemand Erfahrung? Werden die Mütter von den Kindern getrennt? Wie ist da so die Unterbringung?
Ich würde mich wirklich über Infos freuen!
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013
06.03.2012, 13:29 Uhr
Judith



Ich habe zwar selbst nie eine Mutter-Kind-Kur gemacht, habe aber mehrere Freundinnen, diese Erfahrung machen durften. Sie alle waren begeistert und wollten das Ganze gerne noch einmal machen. Die Kurheime selbst sind unterschiedlich gestaltet, du kannst sie dir aber im Internet ansehen. Meist sind die Kinder bei den Müttern zum Schlafen, tagsüber geht man getrennte Wege. Die Mütter haben ihre Anwendungen und die Kinder haben ein unterhaltsames Programm, das ihnen Spaß macht und wobei sie sich richtig austoben können. Die Mahlzeit werden teils gemeinsam, teils getrennt eingenommen und bestehen meist aus abwechslungsreichen Buffets. Was die meisten begeisterte: die Mütter müssen sich um nichts kümmern als ihre eigene Gesundheit.
Ich empfehle dir, nimm die Gelegenheit wahr!
Wenn du nähere Informationen, auch zur Beantragung suchst, wende dich am besten direkt an das Müttergenesungswerk!
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014
16.03.2012, 01:31 Uhr
Lucille



Noch eine Frage:
Wie oft darf man eigentlich zur Kur fahren?
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015
18.03.2012, 14:55 Uhr
Kent



Eine ambulante Vorsorgekur kann man alle 3 Jahre bewilligt bekommen.
Für die Reha-Kur wird eine Genehmigung im Abstand von mindestens 4 Jahren erteilt.
Bei einer besonderen medizinischen Notwendigkeit, die gut argumentiert und durch Beweise belegt werden kann, werden gelegentlich auch Ausnahmen gemacht und die Abstände verringern sich.
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016
15.05.2012, 15:41 Uhr
hannilein



Interessant, welche Möglichkeiten es alles gibt. Wusste ich nicht. Aber ist gut darüber Bescheid zu wissen. Aber ich bin ja froh, dass es mir so ganz gut geht. Einmal im Jahr ein paar Tage Wellness und das reicht normalerweise völlig. Aber ich bin ja auch noch jung. Ich hoffe, ich muss es nie in Anspruch nehmen müssen. Aber das wünscht sich sicher jeder und am Ende... Naja, schaun mer mal, würde ein berühmter Kaiser aus Bayern sagen!
Dieser Post wurde am 30.04.2014 um 16:50 Uhr von hannilein editiert.
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017
16.05.2012, 00:13 Uhr
Lucille



Dieser letzte Eintrag, liebes hammilein, ist doch wohl eine ziemliche Unverschämtheit. Hier geht es um wichtige Fragen zum Thema Kuren und nicht um "Wellness"!

Jetzt mein eigentliches Anliegen:
Wie teuer wird denn die Kur für die Patienten? Ich höre überall, daß der Eigenanteil doch sehr hoch sein soll. Und wie ist das bei einer ambulanten Kur? Muß man da auch einen Eigenanteil bezahlen?

Danke für ernsthafte Antworten!
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018
20.05.2012, 11:38 Uhr
Kent



Der Eigenanteil bei stationären Kuren beträgt 10 € pro Tag des Aufenthalts. Allerdings muss diese Zuzahlung nur bis zur Belastungsgrenze erfüllt werden. Darüber hinaus zahlt der Leistungsträger.
Anders bei einer ambulanten Kur. Bei dieser zahlt der Patient An- und Abreise, Unterkunft sowie die Verpflegung selbst. Dafür bekommt er vom Leistungsträger maximal 13€ täglich als Zuschuss. Zudem werden 90% der Kurmittel übernommen und die Therapiekosten selbst. Voraussetzung bei beiden Modellen ist die medizinische Notwendigkeit der Maßnahmen.
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019
25.05.2012, 14:10 Uhr
Giesela



Wie hoch ist denn dieser Eigenanteil ? Können Sie oder kannst Du da eine genaue Höhe nennen ? Das wäre wirklich sehr hilfreich !
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020
27.05.2012, 11:56 Uhr
Kent



Die Belastungsgrenze kannst du genau ausrechnen. Sie liegt bei 2% des Brutto-Jahreseinkommens. Bei chronisch Kranken liegt sie sogar nur bei 1%. Darüber hinaus muss kein Eigenanteil gezahlt werden.
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021
23.07.2012, 13:15 Uhr
Izzy



Hallo liebe Forumsbesucher,

Vielen Dank für Beiträge! Ich habe das Gefühl jetzt schon ganz gut über Beantragung, Kosten usw. Bescheid zu wissen.

Nach einigem Hin und Her habe ich einen HA gefunden, der mich nun auch schon seit einem Jahr kennt. Er hat mir auch empfohlen eine Kur zu machen und will mich unterstützen. Der Antrag liegt jetzt ausgefüllt hier, aber ich bin mir gar nicht mehr sicher, ob so eine Kur wirklich was bringt und sich die Kosten und der Aufwand lohnen. Schließlich bin ich dann auch so lange von zuhause weg und kann mich um nichts kümmern.

Ich bitte darum, die jenigen, die in jüngerer Zeit eine Kur gemacht haben um eine kurze Mitteilung, ob es sich für sie gelohnt hat. Ist man wirklich erholter? Bringt die Kur etwas für den Alltag? Ist es nicht doch sehr ungemütlich in diesen Kurheimen?

Ich freue mich auf die Antworten und bedanke mich schon mal im Vorwege!

Izzy
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022
01.08.2012, 16:08 Uhr
marissa



Ich selbst hatte zwar noch nie eine Kur, aber ich kenne viele Menschen, die mir davon erzählt haben. Im Grund waren alle sehr zufrieden und haben berichtet, dass es ihnen durch die Kur wirklich besser ging. Gerade, dass sie eine Zeit lang aus dem Alltagstrott heraus waren, hat ihnen sehr geholfen!
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023
13.09.2012, 16:26 Uhr
Sabine



Bei mir war es anfangs auch so, dass ich nicht viel Zutrauen in eine Kur hatte. Mein HÄ musste mich fast überreden. Als ich in der Kurklinik angekommen war, war ich zunächst enttäuscht von dem Angebot und bezweifelte während der ersten Woche, dass der Aufenthalt etwas bringen würde. Am Liebsten hätte ich die Kur abgebrochen. Aber nachdem ich mich an den Tagesrhythmus gewöhnt hatte, begann ich die Kur zu genießen. Die Anwendungen machten zum Teil richtig Spaß und es war angenehm sich um nichts kümmern zu müssen. Auch als ich wieder zuhause war, hielt die Entspannung noch einige Monate lang an und die regelmäßige Bewegung habe ich seit dem beibehalten.
Ja, die Kur hat sich für mich gelohnt!
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024
18.01.2013, 14:43 Uhr
mainzelmann



Eine Kur ist für den Körper enorm wohltuend. Gerade nach einer Krankheit oder einer größeren OP ist es viel wert. Ich war einmal für drei Wochen im Hotel Fontenay in Bad Wörishofen - sehr Ort um den Kopf frei zu bekommen und gesund zu werden.
Dieser Post wurde am 18.01.2013 um 14:43 Uhr von mainzelmann editiert.
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