Krankengeld

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Niko
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Krankengeld

Beitrag von Niko » Mi Mär 03, 2021 1:34 pm

Ich interessiere mich für das sogenannte Krankengeld. Ab wann wird es gezahlt? Wie lange muss der Arbeitgeber zahlen. Wird es von allen Kassen gezahlt?
Eigentlich frage ich für einen Kollegen. Ich selbst bin als Student noch gesetzlich versichert und erhalte kein Krankengeld. Ich überlege aber, wie und wo ich mich nach dem Studium versichern lasse. Es macht ja wohl auch einen Unterschied, ob man angestellt oder freiberuflich/selbständig ist.
:roll: Wäre schön, wenn ihr mich mit Informationen versorgen könntet oder auch Empfehlungen zu guten/fundierten Internetseiten zum Thema geben könntet.

Domino
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Re: Krankengeld

Beitrag von Domino » Fr Mär 05, 2021 10:31 pm

Beim Krankengeld handelt es sich um eine Entgeltersatzleistung der Krankenkasse. Es beträgt zwischen 70 Prozent des Brutto- und 90 Prozent des Nettoverdienstes.
Einen Anspruch auf Krankengeld haben gesetzlich Versicherte, wenn Sie arbeitsunfähig erkrankt sind und keine Entgeltfortzahlung mehr erfolgt (also nach sechs Wochen Krankheit).
Krankengeld wird innerhalb von drei Jahren für maximal 78 Wochen ausgezahlt.

Mehr Informationen dazu findest du auf der folgenden Seite:
https://www.arbeitsrechte.de/krankengeld/

Jong
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Re: Krankengeld

Beitrag von Jong » Mo Mär 08, 2021 1:09 am

Krankengeld zahlt Deine gesetzliche Krankenkasse, wenn Du wegen derselben Krankheit für länger als sechs Wochen krankgeschrieben bist. Maximal kannst du 90 Prozent vom Netto erhalten.
So viel Geld gibt es, wenn Du lange krank bist:
https://www.finanztip.de/gkv/krankengeld/

schröder
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Re: Krankengeld

Beitrag von schröder » Do Mär 18, 2021 9:18 pm

Das Thema finde ich auch sehr wichtig, ebenso die Links zu den allgemeinen Informationen. Das mit dem Krankengeld ist aber oft knifflig. Zum Beispiel wusste ich nicht, dass eine rückwirkende AU nicht bei Krankengeld geht. Persönlich hatte ich mal ein Problem, weil mir die Krankenkasse das Krankengeld streichen wollte, nur weil die AU-Bescheinigung durch den Arzt per Post zu spät kam. Aber Fehler des Arztes bei AU-Bescheinigung gehen zulasten der Kasse!
Bei AU-Bescheinigungen ist von einem „einheitlichen Verhinderungsfall“ auszugehen, wenn ein bereits krankgeschriebener Arbeitnehmer an einer weiteren Krankheit erkrankt. Folgt zeitnah eine Erstbescheinigung wegen einer anderen Krankheit, muss im Streitfall der Arbeitnehmer belegen, dass die erste Krankheit tatsächlich auskuriert war: https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft ... 06249.html
In der Ärztezeitung findet ihr noch eine Menge weitere Artikel zum Thema Krankengeld, die auf solche speziellen Probleme eingehen.

jeremi
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Registriert: Mo Apr 06, 2020 11:54 pm

Re: Krankengeld

Beitrag von jeremi » Sa Mär 20, 2021 9:41 am

Ein Anspruch auf Krankengeld als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin besteht nur, wenn ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis existiert, das für mindestens 10 Wochen geschlossen worden ist. Ist ein Arbeitsvertrag für weniger als 10 Wochen geschlossen worden, besteht im Rahmen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung grundsätzlich kein Anspruch auf Krankengeld.
Auch hauptberuflich Selbstständige können sich mit Anspruch auf Krankengeld bei Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichern. Hierfür muss vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit bereits eine Wahlerklärung abgegeben oder ein Wahltarif abgeschlossen sein. Für eine bereits bestehende Arbeitsunfähigkeit kann rückwirkend kein Anspruch auf Krankengeld geltend gemacht werden.
Die UPD informiert und berät Ratsuchende im gesetzlichen Auftrag https://www.patientenberatung.de/de/rec ... rankengeld

Julius
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Re: Krankengeld

Beitrag von Julius » So Mär 28, 2021 8:37 pm

Danke für die nützliche Information

Zimmermann
Beiträge: 182
Registriert: Di Aug 03, 2010 9:57 pm

Re: Krankengeld

Beitrag von Zimmermann » Sa Mai 01, 2021 8:57 am

Vielen Dank für die Hinweise auch von mir. Die Informationen sind umfangreich und fundiert. Dennoch möchte ich noch etwas hinzufügen. Der sogenannte Versicherungsfall mit Anspruch auf Krankengeld tritt ein, wenn ein Versicherter die bis zur Arbeitsunfähigkeit ausgeübte Arbeit krankheitsbedingt entweder überhaupt nicht mehr ausführen kann oder eine weitere Verrichtung der Arbeit die Erkrankung möglicherweise verschlimmern würde. Arbeitnehmer, die Krankengeld beziehen, sind in der Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung versicherungspflichtig und müssen daher während des Bezuges von Krankengeld ihre Beiträge weiter entrichten. Diese Abgaben werden normalerweise gleich von der Krankenkasse vom Krankengeld einbehalten und an den Versicherungsträger überwiesen. Hinsichtlich Krankenversicherung besteht während dieser Zeit jedoch Beitragsfreiheit. Diese Informationen findet ihr bei https://www.smart-rechner.de/krankengeld/
Dort gibt es auch einen Krankengeldrechner, wenn ihr sicher gehen wollt.

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