Morgengrauen

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Froschkönig
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Beitrag von Froschkönig » Mi Mai 30, 2012 11:53 am

Seit ich älter bin, wache ich jeden Morgen früher auf und kann dann nicht mehr einschlafen. Manchmal bin ich schon im Morgengrauen wach und weiß dann nichts mit meiner Zeit anzufangen (alle Geschäfte haben noch zu, ich muß leise sein, da die Nachbarn noch schlafen usw.). Früher war ich ein echter Langschläfer. Ich verstehe nicht, warum sich das derart verändert hat. Mir graut wahrhaft vor diesen diesigen Frühstunden!
Kennt Ihr dieses Problem? Gibt es eine Abhilfe? Was kann ich tun?

Judith
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Beitrag von Judith » Fr Jun 01, 2012 10:12 am

Das kenne ich auch. So viel ich weiß, ist das bei älteren Menschen auch normal. Früher habe ich oft gehört, dass Ältere weniger Schlaf brauchen. Das bezweifele ich allerdings. Ich glaube, es liegt eher daran, dass wir tagsüber mehr Zeiten haben, in denen wir uns ausruhen können, als während des Arbeitslebens.

Urban
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Beitrag von Urban » Do Jul 05, 2012 2:04 pm

Wenn man über 60 ist, muss man leider damit rechnen, dass man morgens immer früher aufwacht, denn die Tiefschlafphase verkürzt sich im Laufe der Jahre und die Leichtschlafphase verlängert sich. Um weiterhin ausreichend Schlaf zu bekommen, muss man entweder früher zu Bett gehen oder sich die Zeit für einen Mittagschlaf nehmen.

Lucille
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Beitrag von Lucille » Mi Jul 11, 2012 5:36 pm

Ich finde die Lösung mit dem Mittagschlaf wirklich gut, weil ich danach noch mal einen richtigen Energieschub habe und auch abends länger fit bin. Ansonsten können leichte pflanzliche Mittel helfen besser durchzuschlafen. Baldrian wirkt bei mir nicht wie erwartet, aber mit Hopfen habe ich gute Erfahrungen gemacht und kann ihn nur empfehlen.

Happy
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Beitrag von Happy » Sa Aug 04, 2012 11:39 am

Wie ich gelesen habe, nimmt Gesamtschlafzeit zwar ab dem 20. Lebensjahr tatsächlich ab. Es handelt sich dabei allerdings nur um wenige Minuten!

Ungerer
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Beitrag von Ungerer » Di Aug 21, 2012 12:08 pm

Damit man auch im Alter noch ausreichen und entspannt schlafen kann, sollte man ruhig auf pflanzliche Präparate zugreifen. Ich empfehle etwas mit Melisse!

Vitali
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Re: Morgengrauen

Beitrag von Vitali » Do Apr 22, 2021 7:12 pm

Mehr als 10 Millionen Menschen leiden an Schlafproblemen. Darunter zählen u.a. Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen sowie Schlaf, der nicht erholsam ist. Es gibt zahlreiche Heilkräuter, die sich für die Zubereitung eines Schlaftees eignen. Welche Kräuter jedoch zum Einsatz kommen, hängt stark von der Art des Schlafproblems ab. Das Kräuter-Buch stellt drei Rezepte für Schlaftees vor. https://www.kraeuter-buch.de/magazin/sc ... me-79.html
Weitere Informationen zum Thema findet man dort auch in dem Artikel >Die wichtigsten Heilpflanzen gegen Schlafbeschwerden<

primavera
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Re: Morgengrauen

Beitrag von primavera » Mo Mai 09, 2022 8:12 pm

Doch so viele Menschen mit Schlafproblemen, das hatte ich nicht erwartet. Ich habe auch gelegentlich mit Einschlafstörungen zu kämpfen und schon alle möglichen Kräuter ausprobiert. Allerdings hatte ich bisher nicht darauf geachtet, dass es stark von der Art des Schlafproblems abhängt, welches das richtige Kraut ist. Danke deshalb für deinen Linktipp, Vitali! Ich versuche es immer gern mit Traditioneller Europäischer Medizin und werde mal die Schlaftees ausprobieren.

Erin
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Re: Morgengrauen

Beitrag von Erin » So Mai 15, 2022 2:15 pm

Schlaf ist ein wichtiger und oft vergessener Pfeiler der Gesundheit und er steht in enger Verbindung zum Altern. Amerikanische Forscher stellten fest, dass sich das Todesrisiko mehr als verdoppelt, wenn die Patient/innen nachts mehr als eine halbe Stunde wach lagen und zwar unabhängig von Alter, Geschlecht oder Gesundheitszustand . Die Ursache ist bisher ungeklärt, aber es hat sich bei Studien in Deutschland gezeigt, dass das hippocampus-abhängigen assoziative Gedächtnis länger erhalten bleibt, wenn die Proband/innen regelmäßig Nickerchen machen. Nachlassende geistige Fähigkeiten im Alter könnten also mit dem Schlaf zu tun haben. Allgemein weisen Senior/innen kürzere Tiefschlafphasen auf, wie eine andere deutsche Studie ergab. Wichtig ist auch zu wissen, dass sich neue Lerninhalte besonders in der ersten Nachthälfte, während des Tiefschlafs festigen aber diese Tiefschlafphasen im Alter abnehmen. Die Folge ist ein Nachlassen der Merkfähigkeit.
Viel Schlaf tut also gut und hilft gegen Vergesslichkeit. Wenn du morgens nicht mehr richtig ausschlafen kannst, lege Nickerchen ein. Die helfen dem Gedächtnis auch. Außerdem hat Schlaf einen weiteren Vorteil für Männer im fortgeschrittenen Alter. Es sieht nämlich so aus, dass das Schlafhormon Melatonin das Risiko eines aggressiven Prostatakarzinoms senkt.

Eddy-99
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Re: Morgengrauen

Beitrag von Eddy-99 » Mi Mai 18, 2022 4:45 pm

Das ist jetzt natürlich hammermäßig brutal. Zu wenig Schlaf macht einen also nicht nur dich und übergewichtig sondern sorgt auch noch zusätzlich dafür, dass sich die Lebenserwartung verkürzt. Das kann man ja kaum fassen. Ich würde an eurer Stelle mal homöopathische Mittel oder Baldrian wenigstens einmal ausprobieren. Ansonsten würde ich mir überlegen, woran diese Schlafstörung liegen könnten. Oftmals haben diese auch psychische Ursachen, aber das müsst ihr selbst prüfen.

ischtar
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Re: Morgengrauen

Beitrag von ischtar » So Mai 21, 2023 5:50 pm

Das ist tatsächlich sehr interessant und schon ein wenig gemein. Allerdings schlafen alte Menschen nicht zwingend weniger. Mit fortschreitendem Alter ändert sich zwar das Schlafverhalten zum Teil, aber nicht unbedingt hin zu weniger Schlafbedarf. Viele gehen dann früher zu Bett und der ganze Schlaf-Wach-Rhythmus verschiebt sich nach vorne. Das Nickerchen während des Tages können sich dann auch viele leisten. Bei einigen treten Durchschlafstörungen aufgrund von körperlichen Problemen auf. Kurzes Aufwachen in der Nacht wird häufiger und, wenn man nicht zur Arbeit muss, darf man dann nachts auch eine Weile aufstehen. Der Schlaf von älteren Menschen kann also individuell sehr unterschiedlich sein.

Watson
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Re: Morgengrauen

Beitrag von Watson » Fr Mai 26, 2023 2:07 pm

Zu wenig Schlaf ist ungesund, das weiß jeder Morgenmuffel. Doch zu viel Schlaf tut auch nicht gut und kann unseren Schlafrhythmus durcheinander bringen. Wie viel Schlaf braucht denn nun der Mensch? Wann springt man fit und erholt aus dem Bett? Schon eine durchgemachte Nacht zeigt noch eine Weile ihre Nachwirkungen. Leiden wir auf Dauer unter Schlafmangel, sinkt unsere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, weil sich im Schlaf Körper, Geist und Seele erholen. Der Schlafzyklus ist in die sogenannten Non-REM- und REM-Phasen (Rapid Eye Movement = schnelle Augenbewegung) aufgeteilt: https://www.fitforfun.de/gesundheit/sch ... 13884.html
Die Phasen wechseln sich ungefähr im 90-Minuten-Takt ab. Stimmt das Verhältnis der Stadien innerhalb des Zyklus' zueinander, spricht man von einer guten Schlafqualität. Dann kann man auch mit weniger Schlaf durchaus ausgeruht sein. Verbringt jemand hingegen eine ruhelose Nacht, dann fühlt er sich am nächsten Tag zerschlagen. Meist holt sich dann der Körper in der darauffolgenden Nacht längere und mehr Tiefschlafphasen.

knut
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Re: Morgengrauen

Beitrag von knut » So Mai 28, 2023 4:49 pm

Ich finde auch, dass die Schlafqualität die wichtigste Rolle spielt. Ausreichender und gesunder Schlaf unterstützt die Leistungsfähigkeit und das emotionale Befinden. Er hat auch positive Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit und erhöht dadurch die Lebenserwartung. Alte Menschen schlafen nicht unbedingt weniger. Aber sie haben oft weniger Tiefschlaf und einige haben auch, aufgrund körperlicher Probleme, Durchschlafstörungen haben. Dennoch sind Schlafstörungen im Alter sind keine normalen Begleiterscheinungen des Alterungsprozesses sondern müssen mit dem Arzt abgeklärt werden.

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