Stoma (künstlicher Darmausgang nach OP)

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Elvira 2
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Stoma (künstlicher Darmausgang nach OP)

Beitrag von Elvira 2 » Di Nov 15, 2022 2:28 pm

Hallo Forum, ich bräuchte mal euren Rat. Schon seit der Jugend habe ich eine Colitis ulcerosa und schubweise Bauchschmerzen und Durchfall. In den letzten Jahren ist es aber schlimmer geworden und mein Arzt hat deshalb eine Rektumresektion. Danach soll ich mindestens sechs Wochen lang ein Stoma bekommen. Das möchte ich am liebsten vermeiden und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich so lange von der Arbeit weg bleiben kann. Der Arzt sagt aber, dass die Probleme zunehmen werden, wenn wir jetzt nichts tun und, dass Stoma heutzutage doch normal wären. Kennt ihr das? Was würdet ihr tun?

Mecky
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Re: Stoma (künstlicher Darmausgang nach OP)

Beitrag von Mecky » Di Nov 15, 2022 5:03 pm

Der Begriff „Stoma“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Mund“ oder „Öffnung“. Im Zusammenhang mit einem operativen Eingriff bedeutet „Stoma“ eine künstliche Körperöffnung oder ein künstlicher Darmausgang. Darunter versteht man eine operativ angelegte, offene Verbindung zwischen einem inneren Hohlorgan und der äußeren Haut. Die Verbindung dient entweder dazu, dem Organismus etwas zuzuführen (Tracheo- oder Gastrostoma) oder Ausscheidungen des Körpers abzuführen (Urostoma, Darmstoma, Enterostoma).

Tusnelda
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Re: Stoma (künstlicher Darmausgang nach OP)

Beitrag von Tusnelda » Di Nov 15, 2022 6:36 pm

Das tut mir sehr leid, was dir da bevorsteht. Die Rektumresektion, also die chirurgische Entfernung des Enddarmes, gehört heutzutage zu den Routineeingriffen und auch das Enterostoma, also der künstliche Darmausgang, ist Normalität und muss dein Leben nicht einschränken. Ich würde zwar die Anwesenheit am Arbeitsplatz verringern, aber du kann natürlich auch hingehen, wenn du nicht mehr arbeitsunfähig bist. Selbst Langlauf, Jogging, Radfahren, Rudern, Triathlon und andere körperlich belastende Tätigkeiten kannst du auch weiterhin mit dem Stoma ausüben.

bärchen
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Re: Stoma (künstlicher Darmausgang nach OP)

Beitrag von bärchen » Mo Nov 21, 2022 12:09 am

Ja mir auch. Tusnelda hat Recht, was den Sport betrifft und dass man ein ziemlich normales Leben führen kann. Nur Lasten über 10 kg sollte man, nach den Leitlinien, nicht heben und tragen. Denn sonst besteht die Gefahr, dass es zu einer Stomahernie oder einem Prolapses kommt. Vielleicht noch ganz interessant für weitere Recherchen - Synonyme für Darmstoma: „künstlicher Ausgang“, „Seitenausgang“, „Darmausgang“ und „Anus praeter“.

luna21
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Re: Stoma (künstlicher Darmausgang nach OP)

Beitrag von luna21 » Di Nov 22, 2022 10:31 pm

Ein Stoma ist eine künstliche Öffnung oder Darmöffnung, welche sich an der Bauchoberfläche befindet. Eine Stomaanlage oder auch künstlicher Darmausgang wird aufgrund von verschiedenen Grunderkrankungen angelegt. In vielen Fällen ist der Grund für eine Stomaanlage eine Erkrankung des Darms (Dickdarm oder Dünndarm) oder der Harnblase: https://www.coloplast.at/details/detail ... tomaarten/
Wenn Teile des Dickdarmes (Kolon) entfernt werden, aber das Rektum erhalten bleibt, ist das Stoma meist temporär angelegt, also nur für eine bestimmte Zeit. Hierbei wird der erkrankte Teil des Dickdarms entfernt und das gesunde Ende ausgeleitet, bzw. an der Bauchdecke angenäht. Daraus ergibt sich eine Stomaanlage. Nach einiger Zeit kann es sein, dass das Stoma wieder zurückoperiert wird, indem beide Enden wieder zusammengefügt werden. Der Darm wird wieder in die Bauchdecke gelassen und der Stomaträger scheidet wieder über den Anus aus.

ischtar
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Re: Stoma (künstlicher Darmausgang nach OP)

Beitrag von ischtar » Sa Nov 26, 2022 1:45 pm

Ein Stoma ist eigentlich immer eine operativ hergestellte Öffnung eines Hohlorgans nach außen. Beispiele sind das Enterostoma, also der sogenannte künstliche Darmausgang, und das Urostoma zur Ableitung von Urin.

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