Krebsdiagnosen und Vererbung

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CharlotteR
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Krebsdiagnosen und Vererbung

Beitrag von CharlotteR » Mi Feb 17, 2016 9:46 pm

Hey ihr Lieben,
ich hatte gestern meine Freundin zu Besuch, bei deren Mutter unglücklicherweise eine Krebsdiagnose positiv übermittelt wurde. Mir tut das total leid und ausgerechnet Brustkrebs hat die Mutter im hohen Alter getroffen.
Für meine Freundin stellt sich die Frage, inwieweit man sich auf die heutigen Forschungsergebnisse verlassen kann. Die Wahrscheinlichkeit für eine Vererbung der genetischen Voraussetzungen für Krebs ist recht hoch. Neuste Studien sind immer noch nicht weit genug, um Krebs aufzuhalten.
Hat jemand von euch Erfahrungen, inwieweit die Prognosen für die Vererbung der Krankheit in der Realität zutreffen? Kann jemand selbst aus Erfahrungen sprechen?

KellJanas
Beiträge: 6
Registriert: Do Aug 13, 2015 9:56 am

Krebsdiagnosen und Vererbung

Beitrag von KellJanas » So Feb 28, 2016 11:47 am

Liebe CharlotteR, zunächst mal möchte ich der Mutter Ihrer Freundin alles erdenklich Gute wünschen! Diese Krankheit ist wohl für jeden Menschen zunächst die schlimmste Diagnose, die man bekommen kann, ganz unabhängig davon, wie alt man ist. Hoffen und beten wir alle gemeinsam, dass es irgendwann ein Mittel geben wird, das dem Krebs den Garaus macht!

Inwieweit Prognosen für eine genetische Vererbbarkeit zutreffen, weiß ich nicht. Ich habe den Eindruck, dass der Krebs wahllos um sich greift. Zu oft habe ich erlebt, dass es Menschen trifft, die immer gesund gelebt haben, und andere wiederum, trotz ausschweifenden Lebensstils ziemlich alt geworden sind. Ich habe aber eben mal ein bisschen gesucht und bin auf diese Seite hier gestoßen: http://www.tumorgenetik-nord.de/
Lesen Sie doch mal selbst, ich glaube eine Beratung dort könnte Aufschluss geben. Immerhin wird mit umfangreichen Gentests herausgefunden, ob eine Prädisposition vorhanden ist, also eine Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch der Krankheit.
Aber vielleicht helfen ja auch die Informationen auf der Seite schon weiter. Liebe Grüße an Sie und nochmal alles Gute!

Sabine Klauser
Beiträge: 26
Registriert: Mi Okt 25, 2017 10:58 pm

Krebsdiagnosen und Vererbung

Beitrag von Sabine Klauser » Mi Okt 25, 2017 11:06 pm

Vorsicht ist gegen Krebs geboten. Du solltest falls du rauchst schleunigst damit aufhören. Lese selber nach wie gefährlich das sein kann. http://www.schnell-zum-nichtraucher.de

Peter Sievers
Beiträge: 3
Registriert: Mi Mär 07, 2018 10:54 am

Krebsdiagnosen und Vererbung

Beitrag von Peter Sievers » Mi Mär 07, 2018 11:18 am

Hallo ihr Lieben,
mich trifft das Thema Krebs jedes Mal wieder, wenn ich höre, dass Familienmitglieder betroffen sind. Ich beschäfftige mich jetzt schon so lange mit dem Thema Krebs heilen und finde in letzter Zeit immer mehr alternativ Möglichkeiten, die erfolgreich waren bei der Heilung von Krebs. Mir ist nach so vielen Jahren bewusst geworden, dass Bestrahlung und Chemotherapie nicht die besten Lösungen sind. Es muss eine ganzheitliche Genesung stattfinden, von der Ernährung, zum positiven Denken, sich selbst lieben und Erkennen, dass Krebs nicht unheilbar ist. *


* Link defekt!

Siri
Beiträge: 12
Registriert: Fr Apr 28, 2023 12:35 pm

Re: Krebsdiagnosen und Vererbung

Beitrag von Siri » Fr Aug 04, 2023 1:29 pm

Das geht mir ebenso und ich glaube, dass es echt sinnvoll ist, wenn die Familienmitglieder sich dann mit Krebsdiagnosen und Vererbung auseinandersetzen, um dadurch solche Therapien mit starken Nebenwirkungen möglichst zu vermeiden. In manchen Familien tritt Krebs gehäuft auf. Das kann ein Hinweis auf eine erbliche Veranlagung sein. Bei Verdacht auf familiären Krebs kann eine genetische Beratung sinnvoll sein. Eventuell kommt für Betroffene ein Gentest infrage. https://www.krebsinformationsdienst.de/ ... entest.php Besteht in einer Familie der Verdacht auf erblichen Krebs, dann können Betroffene sich an ihre Ärztinnen und Ärzte wenden. Diese Mediziner können einschätzen, ob eine weitergehende Beratung und eventuell ein Gentest sinnvoll sind. Sie überweisen dann an spezialisierte Anlaufstellen. Eigene Anlaufstellen gibt es für Menschen mit Verdacht auf familiären Darmkrebs, Brust- und Eierstockkrebs oder Bauchspeicheldrüsenkrebs. An diese Zentren können Betroffene sich auch direkt wenden.

Karsten K.
Beiträge: 273
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Re: Krebsdiagnosen und Vererbung

Beitrag von Karsten K. » Mi Okt 04, 2023 7:30 pm

Das ist wirklich ein sehr professioneller Beitrag von dir, Siri. Ich habe es sehr interessant gefunden, was Prof. Dr. Gassen über Gentechnik in Diagnose und Therapie sagt. In schöner Regelmäßigkeit liefert die Molekularbiologie Sensationen. Derzeit füllt die Sequenzierung des menschlichen Genoms "im zweiten Durchgang" die Nachrichten, zu anderen Zeiten waren es die DNA-Doppelstrangstruktur, Humaninsulin aus Bakterien, die Polymerase-Kettenreaktion, enzymatisch aktive RNA oder das Schaf Dolly. Schon nach ersten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen werden oftmals vorschnelle Zielsetzungen und leichtfertige Versprechungen gemacht, die nicht gehalten werden können. Gassen erzählte ein Beispiel aus der Angiogeneseforschung, wo die voreilige Ankündigung einer "tumoraustrocknenden" Verbindung vielen Krebspatienten Hoffnung gab und die Aktienkurse der Herstellerfirma in schwindelnde Höhen trieb, aber das Mittel schließlich doch nicht zum Einsatz kam: https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... 01/uid-429

Zara
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Re: Krebsdiagnosen und Vererbung

Beitrag von Zara » Di Nov 14, 2023 6:16 pm

Hallo Charlotte, ich hoffe du und deine Freundin habt die schwere Zeit gut verwunden und die Mutter kann wieder fröhlich am Leben teilnehmen. Jede achte Frau in Deutschland erkrankt an Brustkrebs. Dieses Damoklesschwert hängt über uns allen, auch unabhängig von der Vererbung. Zum Glück gehört Brustkrebs zu den Krebsarten, die gut behandelbar sind, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Deshalb sollten alle Frauen die Vorsorgeuntersuchen nutzen und das Selbstabtasten lernen.

Karina 1708
Beiträge: 124
Registriert: Mo Aug 14, 2017 2:37 pm

Re: Krebsdiagnosen und Vererbung

Beitrag von Karina 1708 » Do Mär 28, 2024 4:18 pm

Das hoffe ich auch! Leider gibt es viele Familien, die gleich mehrmals von Krebs betroffen sind, aber das liegt auch daran, dass einige Krebsarten sehr oft auftreten. Zum Beispiel erkrankt in Deutschland jede achte Frau an Brustkrebs. Es gibt also sehr viele Betroffene, und daher kann eine Häufung von Brustkrebserkrankungen auch ohne nachweisbare Vererbung in einer Familie vorkommen. Zudem können auch andere typische Faktoren, wie beispielsweise der Lebensstil oder eine hohe Brustdrüsendichte die Entstehung einer Krebserkrankung begünstigen. Es gibt allerdings Kriterien, die auf Genmutationen hindeuten, welche insbesondere die Entstehung von Brustkrebs- und Eierstockkrebs stark begünstigen können. Sie können sowohl an weibliche als auch an männliche Nachkommen vererbt werden. In diesen Familien sind die Erkrankten im Mittel meist jünger (durchschnittlich 44 Jahre bei BRCA1 und 48 Jahre bei BRCA2 statt 64 Jahre ohne Genmutationen). In Familien mit nachgewiesener BRCA1/2 Mutation besteht beispielsweise neben einem sehr hohen Erkrankungsrisiko für einen Eierstockkrebs auch ein gegenüber der Allgemeinbevölkerung erhöhtes Risiko für einen Bauchspeicheldrüsen- und Schilddrüsenkrebs, ein Melanom und für Männer zusätzlich auch Prostatakrebs: https://www.mamazone.de/brustkrebswisse ... ufungen-1/

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