Kortison

Gus
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Kortison

Beitrag von Gus » So Jul 03, 2011 12:52 pm

Mein Arzt will dass ich Kortison nehme - in Form von Spritzen. Ich habe aber eher negatives über Kortison gehört und habe mich noch nicht entschieden, ob ich es mir wirklich spritzen lassen soll. Hat hier jemand Erfahrung damit oder kann mir mehr zu den Vor- und Nachteilen von Kortison berichten?

Tim
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Beitrag von Tim » So Jul 10, 2011 12:22 pm

Kortison ist bestimmt nicht das beste aller Medikamente, aber manchmal ist es einfach das einzige, was hilft. Wenn dein HA sagt, dass es sein muss, dass solltest du es spritzen lassen!

Rolf
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Beitrag von Rolf » So Jul 17, 2011 12:06 pm

obwohl es bei manchen erkrankungen die einzig mögliche therapie ist, sollte man doch mit kortison sehr vorsichtig sein. bei hohen dosen sind nebenwirkungen wie neurodermitische reaktionen (anschwellen des gesichts) und schlechte wundheilung möglich. wenn das medi zu lang genommen wird, kann es auch zu knochenschwund kommen. das spritzen ist aber eine gute form kortison zu geben, weil es eine kurzzeitige therapie ist und der wirkstoff zielgenau eingesetzt wird.

brandi
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Beitrag von brandi » So Jul 31, 2011 12:15 pm

Ich dachte, man soll am Besten gar kein Kortison nehmen. Es hat doch so viele Nebenwirkungen, die zum Teil auch ganz schön gefährlich werden können. Nicht nut, was du beschrieben hast, sondern auch grauen Star, wovon man blind werden kann. Gibt es nicht schon gute Ersatzstoffe, die nicht sao gefährlich sind? Was ist dennm z.B. mit Prednison?

Anja
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Beitrag von Anja » Sa Sep 03, 2011 12:49 pm

Ich habe noch nie was von Prednison gehört, aber dass Kortison echt schlimme Nebenwirkungen hat, weiß ich schon seit Jahren. Das ist immer kritisch und sollte doch lieber vermieden werden!

jens
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Beitrag von jens » Sa Sep 24, 2011 11:44 am

Prednison ebenso wie Beclomethason und andere Glukokortikoide sind mit dem Kortison verwandte Wirkstoffe. Sie sind dem körpereigenen Cortisol nachempfunden und wirken gegen Infektionen sowie übertriebene Immunreaktionen. Alle Glukokortikoide haben in großen Mengen heftige Nebenwirkungen. Allerdings werden diese Wirkstoffe heutzutage gezielt und in geringen Dosen eingesetzt, sodass sie nur ihre positive Wirkung entfalten.

Franka44
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Beitrag von Franka44 » Do Nov 10, 2011 11:51 am

Hallo Gus,
ich habe gerade Deinen Eintrag gelesen und hoffe, dass es Dir besser geht! Kortison ist auch meiner Meinung nach sehr vorsichtig zu betrachten und mein Tipp: Hole Dir einen fundierten Rat beim Facharzt, in dem Falle der Hautarzt ! Es sei denn, Du warst schon dort. Eine zweite Meinung ist auf alle Fälle besser !

Tim
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Beitrag von Tim » Sa Dez 10, 2011 3:03 pm

Wenn das Kortison genau nach ärztlicher Verordnung genommen wird, ist es sehr wirksam und die Nebenwirkungen sind begrenzt. Die Gefahr wird durch den Effekt aufgewogen. Heutzutage sind gute Ärzte sowieso sehr vorsichtig mit dem Wirkstoff!

kylie
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Beitrag von kylie » Sa Jul 12, 2014 1:26 pm

Was ist denn eine kleine Menge bei Kortison?
Ab wann werden die Nebenwirkungen geringer?
Oder gibt es Dosen, die frei von Nebenwirkungen sind?

Meine Freundin muss Kortison nehmen und ich denke, die Dosis ist zu hoch. Ihr ist ständig schlecht, kann kaum etwas essen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das gut für ihre Gesundheit ist.
Habt ihr da Erfahrung oder Tipps?

Rolf
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Beitrag von Rolf » Do Jul 17, 2014 7:01 pm

so allgemein kann man das gar nicht sagen. ich schätze, deine freundin nimmt kortison oral ein. eine kleine dosis würde ich bei 2 mg ansetzen. da es aber therapien mit über 100 mg gibt, ist der begriff klein sehr relativ. übelkeit kann auch schon bei 4 bis 6 mg entstehen - individuell wahrscheinlich auch schon bei geringeren dosen. da soll sie den doc ansprechen, der kann ihr sicher etwas geben, was das mildert.

kenan
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Beitrag von kenan » Fr Aug 01, 2014 5:29 pm

Die meisten Menschen reagieren ab etwa 20 mg und leiden unter Nebenwirkungen, zu denen die benannte Übelkeit und häufig ein Aufdunsen des Gesichts gehören. Auch Gewichtszunahme unter anderem durch Wassereinlagerung ist nicht selten. Gegen die Übelkeit gibt es wirksame Mittel, das bedeutet aber die Einnahme eines weiteren Medikaments.
Bei Kortison ist es aber sehr wichtig, die Dosierung nicht eigenmächtig zu ändern.

Arthur
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Beitrag von Arthur » Fr Aug 22, 2014 10:58 pm

Ich will gerne auf der Frage und Reaktionen reagieren.
Da ist schon viel geschrieben über Nutz und Nebenwirkungen.
Und an sich sind alle in Prinzip richtig, aber nicht völlig.

Corticosteroiden müssen tatsächlich zurückhaltend angewendet werden, und eigentlich nur um akuten Entzündungen die anders nicht unter Kontrolle zu kriegen sein zu bekämpfen. Für chronische Anwendung achte ich diese nicht geeignet.
Es kann gezielt eingesetzt werden mittels Spritzen, die meistens direkt ins Gelenk gespritzt werden. Aber das sollte nur von Spezialärzte/-therapeuten unter Kontrolle eines Ultraschallgerätes geschehen. Oder als Medikament eingenommen werden. Aber nur von kurzen Dauer.
Und bei Spritzen gilt in Holland als Regel 'nicht mehr als 3x'.
Der Grund ist, neben alle andere Nebenwirkungen, das es das Gewebe (Muskeln, Sehen bis Knorpel und sogar Knochen) auflöst.

Mehr hierüber können Sie lesen auf meiner Homepage:
www.ATP-Schmerztherapie.de
Holländischer diplomierter: Sporttherapeut (Triggerpointtechnik & Shiatsumethodik), Lymphdrainage- & Fußreflexzonen Therapeut;
In Deutschland ausgebildeter Schmerztherapeut in MIKROstrom- und Lichttherapie

Gus
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Beitrag von Gus » Sa Sep 06, 2014 1:21 pm

Danke für alle Antworten und den Link!
Ich habe mich für Tabletten entschieden und muss 60mg einnehmen. Allerdings wird mir immer häufiger übel. Zuerst hatte ich keine Probleme, aber in letzter Zeit habe ich ständig einen Würgreiz, selbst wenn ich nur Wasser trinke.
Hat einer von euch Erfahrung damit und weiß, wie man damit umgehen kann?

Judith
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Beitrag von Judith » Mi Okt 22, 2014 1:43 pm

Ich hatte dieses Problem auch einmal. Über einen längeren Zeitraum musste ich täglich 20 mg Kortison einnehmen. Ich bekam ziemlich schnell Probleme mit dem Magen, die sich durch ständige Übelkeit äußerten. Mein HA kannte das Problem und hat mir Tabletten verordnet, die der Übelkeit entgegen wirkten.
Der Nachteil ist allerdings, dass man 2 Tabletten statt einer einnehmen muss - was mir persönlich widerstrebt hat. Mit ständiger Übelkeit leben zu müssen war meinem Wohlbefinden aber abträglicher.

Blauwal
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Beitrag von Blauwal » Sa Okt 25, 2014 2:58 pm

Die Einnahmeform spielt sicher eine große Rolle bei der Verträglichkeit. Cremes, Augentropfen oder Nasensprays sind bei dir wahrscheinlich nicht ausreichend.
Aber vielleicht kannst du die Tabletten mit Spritzen oder Zäpfchen ersetzen. Frag doch mal deinen HA!

norkna
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Beitrag von norkna » Mi Nov 12, 2014 4:06 pm

Puh, ich finde Kortison ist ein sehr sehr zweischneidiges Schwert... Es hilft zwar, aber zu lang und zu viel kann nicht gut sein!
Sei begeistert und du wirst begeistern!

cassy
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Beitrag von cassy » Fr Dez 19, 2014 4:58 pm

Das schlimmste finde ich, ist dass man so aufgedunsen aussieht und zunimmt. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass etwas gut für den Körper sein soll, dass solche Nebenwirkungen hat. an sollte auf jeden Fall genau prüfen ob es nicht Alternativen gibt.

jasmin
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Kortison

Beitrag von jasmin » Mo Dez 29, 2014 1:00 pm

Bei vielen Krankheiten ist Kortison die letzte Rettung. Vor hundert Jahren, ohne Kortison, sind die Menschen gestorben, ohne dass ihnen geholfen werden konnte und zum Teil ohne, dass man überhaupt wusste woran.
Kortison gehört zu den wichtigsten Medikamenten!

Allerdings sollte man Kortison niemals einfach so und ohne ärztliche Anordnung nehmen. Ganz besonders bei Kindern darf es nicht einfach so angewendet werden.

shakelife
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Beitrag von shakelife » Mo Mär 20, 2017 1:25 pm

ich habe auch mal gehört, dass Kortison Diabetes verursachen soll. Kann mir da jemand was zu sagen?
Schöne Worte sind nicht immer wahr, wahre Worte sind nicht immer schön.

Anja
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Kortison

Beitrag von Anja » Do Mär 23, 2017 12:55 am

Das habe ich noch nie gehört, dass direkt Kortison Diabetes verursachen kann. Aber ich kann mir vorstellen, dass das Stresshormon Cortisol solche Folgen haben kann. Stress hat auf jeden Fall einen Einfluss auf die Insulinausscüttung im Körper.

Golda
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Beitrag von Golda » Mi Okt 04, 2017 12:20 pm

Ja das ist so und Kortison kann auch einen bestehende Diabetes verschlimmern. Dabei ist es egal, ob es vom Körper produziert wurde, z.B. durch eine Krankheit, oder eingenommen wurde. Immerhin kann der Schaden geheilt werden, wenn das Kortison verringert bzw. die Einnahme eingestellt wird.

Susann80
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Beitrag von Susann80 » Do Okt 12, 2017 6:35 pm

Also ich musste auch schon mal Kortison nehmen, und es mich ganz schön aufgeschwämmt

Petra
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Beitrag von Petra » Do Dez 28, 2017 3:00 pm

Ja, das habe ich auch erlebt. Mein Gesicht war fast quadratisch. Nicht nur eingebildet, denn ich wurde dauernd darauf angesprochen. Ich erkenne mittlerweile auch sofort, wenn jemand Kortison in höheren Dosen einnimmt.
Aber leider ist Kortison in vielen Fällen die einzige Rettung (so war es auch bei mir).

Fiona
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Re: Kortison

Beitrag von Fiona » Di Okt 16, 2018 5:47 pm

Kortison ist immer mit Vorsicht zu genießen. Bei einigen Erkrankungen ist es aber leider das einzige Medikament, das Linderung bringt. Dann muss man die Nebenwirkungen in Kauf nehmen. Allerdings kann man einigen Nachteilen, z.B. der Osteoporosegefahr, orthomolekular entgegenwirken.
Wenn man längere Zeit Kortison einnehmen muss, sollte man gleichzeitig Vitamin D, eventuell auch zusätzlich in Kombination mit Kalzium, zur Nahrungsergänzung nehmen.
Bitte haltet aber Rücksprache mit dem verschreibenden Arzt wegen der Zusammensetzung des Präparats.

Anja
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Re: Kortison

Beitrag von Anja » Sa Mai 18, 2019 1:55 pm

Das ist ein guter Tipp! Ich wusste zwar, dass Kortison zu den wirkungsstärksten Stoffen zählt, wahrscheinlich auch deshalb, weil es ein Hormongleiches Mittel ist, aber wie stark und wie gefährlich es ist, hätte ich so nicht erwartet. Ich kann mir jetzt auch gar nicht vorstellen, dass jemand freiwillig mehr Kortison zu sich nimmt, als er oder sie unbedingt muss. Aber Ärzte reduzieren nicht immer von sich aus, sie vergessen das vielleicht auch einfach. Deshalb sollte man die Dosis auch immer wieder selbst ansprechen.

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