Aktiver Klimaschutz – Superfood nein danke!

Oskar C.
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Re: Aktiver Klimaschutz – Superfood nein danke!

Beitrag von Oskar C. » Do Mär 10, 2022 9:06 pm

Leider muss ich dir da vollkommen Recht geben. Statt zu exotischen Chiasamen sollten wir lieber zu den heimischen Basilikumsamen greifen, die ebenfalls viele Ballaststoffe enthalten und mit ihrem hohen Proteingehalt punkten. Dieses europäische Superfood wird auch in der ayurvedischen und der chinesischen Medizin wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung verwendet.

Zimmermann
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Re: Aktiver Klimaschutz – Superfood nein danke!

Beitrag von Zimmermann » Fr Mär 11, 2022 10:20 am

Ich schließe mich euch natürlich ganz und gar an. Heimische Heilpflanzen sind nicht nur gut für die Gesundheit sondern schützen auch das Klima. Durch den Klimawandel können heute allerdings ebenfalls Gemüse, Kräuter und Sprossen angepflanzt werden, denen es früher hierzulande zu kalt war. Eine Chia Pflanze zu ziehen dauert nicht lange. Aus ihnen lassen sich nicht nur Chia Sprossen gewinnen – wer die Chia Pflanze anbauen will, um ihre Samen zu ernten, sollte einiges beachten, damit dies gelingt: https://www.superfoods-abc.de/chia-same ... sen-ziehen
Es gibt Menschen, die ihren Vitaminbedarf im Winter ausschließlich über Sprossen verschiedenster Pflanzen sicherstellen. Wer seine Sprossen selbst zieht, weiß genau, was er isst. Chia Sprossen selbst zu ziehen, ist leicht, kostet kaum Zeit und sehr wenig Platz.

Zara
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Re: Aktiver Klimaschutz – Superfood nein danke!

Beitrag von Zara » Mi Mär 16, 2022 4:20 pm

Das finde ich auch, Superfood muss weder teuer noch importiert und ein Klimakiller sein. Was mich persönlich an exotischem Superfood stört, ist, dass es nicht nur die Umwelt belastet sondern in den Herkunftsländern oft Pestizide verwendet werden oder die Belastung durch Feinstaub und vielleicht sogar Radioaktivität unsere Höchstwerte überschreitet. Dazu kommt die unüberprüfbare Lagerung und Verarbeitung, bei der wir nicht sicher sein können, ob der Wirkstoff, nach dem wir suchen, überhaupt bei uns ankommt.
Es gibt einfach kein Lebensmittel, das besser ist als alle anderen. Auch ist kein Lebensmittel unersetzlich und enthält Stoffe, die es nirgends anders gibt. Jede Region in dieser Welt bringt ihr eigenes Superfood hervor und es selbst gleich vor der Haustür anzubauen ist gut für die Gesundheit und auch für die Welt. Wie du aufzeigst, ist es mit etwas Erfahrung sogar möglich exotische Pflanzen vor der Haustür oder auf der Fensterbank anzusiedeln. Danke deshalb für deinen bereichernden Beitrag.

Tusnelda
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Re: Aktiver Klimaschutz – Superfood nein danke!

Beitrag von Tusnelda » Mo Jul 18, 2022 7:02 pm

Ich stimme euch absolut zu. Einheimisches statt importiertes Superfood ist aktiver Klimaschutz. Besser noch, wenn es regional ist und nur einen kurzen Transportweg hatte. Es ist dann auch frischer und das heißt gleichzeitig auch gesünder, weil lange Lagerzeiten immer auch Vitaminverluste bedeuten. Außerdem sollten wir möglichst viele unterschiedliche Lebensmittel verzehren, mit Schwergewicht auf pflanzlicher Kost. Denn einseitige Ernährung kann Mangelerscheinungen verursachen. Dabei können wir saisonale Gemüse nutzen, die bei uns ohne chemische Unterstützung wachsen.

Skeeter
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Re: Aktiver Klimaschutz – Superfood nein danke!

Beitrag von Skeeter » So Sep 18, 2022 10:40 pm

Der Transport und die Lagerung sind echt ein großes Problem! Ich finde aber, dass das nicht nur sogenanntes Superfood betrifft sondern eigentlich alle unsere Nahrungsmittel. Es ist immer gesünder alles frisch zu essen.

Yves
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Re: Aktiver Klimaschutz – Superfood nein danke!

Beitrag von Yves » Mo Sep 19, 2022 12:17 am

Jeder von uns isst im Jahr etwa 500 Kilogramm Lebensmittel. Dadurch verursacht jeder einzelne Treibhausgase, die der Emission von gut zwei Tonnen CO2 (Kohlendioxid) entsprechen. Dabei liegt nur ein Teil bei der Erzeugung der Lebensmittel, den anderen machen Transport und Lagerung, z.B. Kühlhäuser, aus. Auch die heimische Tiefkühltruhe trägt zu den Emissionen bei. Besonders schlechte Werte haben Fertigprodukte. Getrocknetes Kartoffelpulver, z.B. für Püree oder Klöße, hat gut 25 Mal mehr Treibhausgase angesammelt als frische Kartoffeln. Regionale Lebensmittel frisch zu kaufen und nur kurz zu lagern, ist also nicht nur für die individuelle und akute Gesundheit vorteilhaft sondern auch für die Zukunft des Planeten.

Watson
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Re: Aktiver Klimaschutz – Superfood nein danke!

Beitrag von Watson » Di Sep 20, 2022 5:50 pm

Kann man sich gesund ernähren und gleichzeitig das Klima schützen? Die einfache Antwort lautet: Man kann. Und das ist gar nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Wenn man Essen aus Klimaschutzperspektive betrachten möchte, lautet die Losung „weniger Tier, mehr Bio“. Auf diesen Nenner bringt es Michael Bilharz vom Umweltbundesamt. https://www.fitforfun.de/news/wie-essen ... 79760.html
Was am meisten CO2 verursacht, sind Bilharz zufolge Produkte von Wiederkäuern, also vor allem Rindfleisch, aber auch Käse und andere Milchprodukte, gefolgt von Schweine- und Hühnchenfleisch.

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