MLP-Gesundheitsreport: 2-Klassen-Medizin Realität?

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Chris
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MLP-Gesundheitsreport: 2-Klassen-Medizin Realität?

Beitrag von Chris » Mi Dez 17, 2008 10:00 pm

Wie ich gerade entdeckt habe gibt schon Studien wie die der Uni Köln wo anhand der Wartezeiten von Patienten gezeigt wird, dass in Deutschland eine Zwei-Klassen-Medizin betrieben wird ([URL="http://www.tagesschau.de/inland/kassenpatienten4.html"]Tagesschau[/URL]).
Sogar in Krankenhäusern müssen Kassenpatienten für ihre medizinische Versorgung rund 20% längere Wartezeiten in Kauf nehmen als Privatversicherte heisst es da! Laut [URL="http://www.mlp-gesundheitsreport.de/Gesundheitsreport-2008/289592/289592/gesundheitsreport2008.html"]MLP-Gesundheitsreport[/URL] müssen immer mehr Ärzte auf ihre wirtschaftliche Lage achten, bei Rückgang des Anteils an Privatpatienten ist das Einkommen der Ärzte gefährdet. Da kommt wohl noch einiges an Zusatzkosten in den nächsten Jahren auf uns zu....

Watson
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MLP-Gesundheitsreport: 2-Klassen-Medizin Realität?

Beitrag von Watson » Mo Dez 22, 2008 12:59 pm

Thx für den Link!
Kalr war mir das schon länger - aber der Report belegt meinen Verdacht. Offensichtlich ist es aber so gewollt, sonst hätte sich politischer Widerstand geregt, als die Gesundheitsreform entworfen wurde.
Schlimm ist, dass die engagierten Ärzte quasi ehrenamtlich arbeiten müssen, denn nur wer aufs Geld schaut, kann heute noch als Arzt zu Wohlstand kommen - und das Geld ist mit pharmazeutischen Therapien und nicht mit zwischenmenschlichem Umgang zu verdienen.
Jetzt züchten wir Ärzte, die oberflächlich sein müssen um im System zu bestehen - bei den Lehrern ist uns das ja schon (erfolgreich...) gelungen!
Na dann...

Butch
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MLP-Gesundheitsreport: 2-Klassen-Medizin Realität?

Beitrag von Butch » So Jan 18, 2009 12:01 pm

die entwicklung zur 2-klassen-gesellschaft nimmt in allen bereichen zu. der abbau von gesundheitsleistungen trägt dazu wesentlich bei. da noch vom sozialstaat zu sprechen ist fast wie ironie.
ich hab kollegen, die die praxisgebühren sparen wollen/müssen und angst vor dem gelben zettel haben, weil sie um ihren job fürchten. die traun sich schon gar nicht gesundheitliche probleme behandeln zu lassen.

Domino
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Re: MLP-Gesundheitsreport: 2-Klassen-Medizin Realität?

Beitrag von Domino » Fr Jul 31, 2020 2:45 pm

Das Thema finde ich auch sehr wichtig. Obwohl der erste Post über 10 Jahre alt ist, hat dein Anliegen nichts von seiner Aktualität verloren. Allerdings kann ich mit deinen Links nichts anfangen. Besonders das Unternehmen, das du da empfiehlst, ist mir grundunsympathisch, weil es sich als Profiteur darstellt und nicht zur Verbesserung des Gesundheitswesens beiträgt. Der Original-Artikel, den du da anführst, stammt übrigens aus dem Spiegel: Kassenpatienten warten länger - viel länger https://www.spiegel.de/wirtschaft/zwei- ... 44586.html
Die Lage hat sich bisher nicht geändert, obwohl sich langsam herumgesprochen haben müsste, dass Kassenpatienten eine zuverlässige Einnahmequelle darstellen, während die Rechnungsstellung bei Privatpatienten einem Glücksspiel gleichen kann.

Zimmermann
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Re: MLP-Gesundheitsreport: 2-Klassen-Medizin Realität?

Beitrag von Zimmermann » Di Aug 04, 2020 10:52 am

Ich kann da nur zustimmen. Das Thema ist heute aktueller denn je. Vielen Dank auch für den Spiegel-Link. Leider muss ich auch zustimmen, dass Kassenpatienten länger warten.
Vor kurzem dachte ich immer, ich sei gut versichert. Doch dann musste ich die Erfahrung machen, dass meine sehr anerkannte KK, die auch nicht gerade die billigste ist, bei einem Augenarzt nichts wert ist. Die Sprechstundenhilfe sagte mir direkt, dass Kassenpatienten bei ihnen immer ein halbes Jahr warten müssten und meinte, das sei doch normal …
MLP kann ich natürlich auch nur ablehnen.

Judith
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Re: MLP-Gesundheitsreport: 2-Klassen-Medizin Realität?

Beitrag von Judith » Fr Aug 07, 2020 3:24 pm

Der Spiegelartikel ist erschütternd. Zwar habe ich mich noch nicht benachteiligt gefühlt, aber ich habe schon von Freunden gehört, dass sie warten mussten, nur weil sie Kassenpatienten waren. Bei ihnen verlief es ähnlich wie bei Zimmermann.
Akute Fälle werden dann oft ins Krankenhaus verwiesen, wo sie nicht hingehören, wenn es keine Notfälle sind. Da der Artikel schon etwas älter ist, muss man wohl von einer Zunahme in letzter Zeit sprechen. Die Privatpatienten werden dabei allerdings auch nicht besser behandelt, denn sie können nie sicher sein, dass die vorgeschlagenen Diagnoseverfahren oder Therapien wirklich ihre Gesundheit unterstützen oder ob es nur darum geht Geld einzustreichen.

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